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Die Restaurierung-Konservierung der Mosaikfragmente im alten Turm der Kaiser- Wilhelm- Gedächtniskirche

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche zählt zu den architektonisch und historisch bedeutenden Bauwerken Berlins. Im 2. Weltkrieg stark beschädigt, wurde der als Ruine erhaltene Turm der alten Kirche gemeinsam mit dem Neubau der neuen Gedächtniskirche von 1961 als Mahnmal gegen Krieg und Gewalt ein Wahrzeichen der Stadt.

Im Rahmen der Sanierung des Ruinenturmes (2012-2014) wurden die Reste der kunsthandwerklich und künstlerisch aufwendig gestalteten Glasmosaike erstmals wieder gesichert und konserviert. Neben dem noch fast vollständig erhaltenden Mosaikbestand in der Turmvorhalle der Kirche, zählen die wenigen Fragmente an der Turmfassade zu den wertvollen Details des Denkmals. Bei der nun durchgeführten Sanierung des Turmes wurde dem Schutz und dem Erhalt dieser Mosaike angemessen große Bedeutung beigemessen.

Ziel war es, die fragilen und vor dem Verlust bedrohten Mosaike zu sichern und somit langfristig zu schützen. Hierfür wurden zwischen den Jahren 2009 und 2014 insgesamt 4 Konservierungskampagnen durchgeführt. Die Durchführung der Konservierungsmaßnahmen an den Mosaikflächen richtete sich nach der bereits im Jahr 2009 durch Jörg Breitenfeldt und dem Berliner Architekturbüro BASD – Gerhard Schlotter entwickelten Restaurierungskonzeption und hier insbesondere mit dem projektleitenden Architekten Gerhard Schlotter und den mit der Bauleitung langjährig betrauten Architekten Raphael Abrell und Jörg Körner.

Ort: Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche | Breitscheidplatz | 10789 Berlin-Kreuzberg

Bauherr: Stiftung „Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche“, Lietzenburger Straße 39, 10789 Berlin

Planung und Bauleitung: BASD – Gerhard Schlotter, Architekten

Restaurierungskonzept und Ausführung der Konservierungsarbeiten an den Mosaiken Jörg Breitenfeld (Chefrestaurator und Projektleitung Restaurierung noch in Funktion als geschäftsführender Gesellschafter von Restaurierung am Oberbaum GmbH), Uwe de Maiziere, Michael König, Tina Gramsdorff, Ivo Müller

Ausführungszeitraum: 2009 – 2014