Märkische Museum Berlin – Backsteinportal von 1316

Monumentales Backsteinportal von 1316 des ehemaligen ‚Hohen Hauses‘ von Berlin im Märkischen Museum

Restauratorisch-konservatorische Fachplanerleistungen zur Konzeptionierung und Planung der Translozierung des monumentalen Backsteinportals von 1316 vom „Hohen Haus“ innerhalb des Märkischen Museums

Das monumentale Backsteinportal aus dem Jahr 1316, ursprünglich Teil des Hohen Hauses in Berlin, befindet sich heute im Märkischen Museum. Dieses Portal ist ein beeindruckendes Zeugnis mittelalterlicher Architektur und illustriert Berlins reichhaltige geschichtliche und kulturelle Vergangenheit. Das Hohe Haus, bekannt als die älteste Residenz der Markgrafen von Brandenburg in Berlin, symbolisiert den bedeutendsten mittelalterlichen Profanbau der Stadt vor dem Schlossbau im 15. Jahrhundert.

Nach 1451 änderte sich die Nutzung des Hohen Hauses mehrmals; seit dem 17. Jahrhundert erfolgten diverse Umbauten und Erweiterungen. Bekannt unter dem Namen (Königliches) Lagerhaus, wurde das Quartier mit seinen vier Höfen im Mai 1931 abgerissen. Zu großer Überraschung kamen dabei Teile des Hohen Hauses mit dem gotischen Portal zum Vorschein, die man bereits als verloren glaubte. Das gerettete Portal wurde umgehend in das Märkische Museum transloziert, wo es zunächst in der Großen Halle ausgestellt wurde. Nach Kriegsschäden verlegte man es in den 1950er Jahren in die Gotische Kapelle des Museums.

Das Portal, bestehend aus etwa 2.440 mittelhart gebrannten, rötlichen Back- und Formsteinen, soll nun von seinem aktuellen Standort in der Gotischen Kapelle des Märkischen Museums wieder zurück in die Große Halle verlegt werden. Diese Rückführung an seinen ursprünglichen Translozierungsstandort ermöglicht wieder eine angemessene Präsentation.

Leistungen

Konzeptionierung und Planung der Translozierung des monumentale Backsteinportals von 1316 vom „Hohen Haus“, innerhalb des Märkischen Museums

  1. Bildlich-digitale Erfassung
  2. Literatur- und Archivrecherche
  3. Konstruktive Untersuchungen zum Aufbau des Portals
  4. Kartierung, Bauteilkatalog für Demontage und Wiederaufbau
  5. Evaluierung, Planung und Konzeptionierung des Ab- und Wiederaufbaus
  6. Erstellung der Leistungsverzeichnisse mit Kostenschätzungen
Auftraggeber

Stiftung Stadtmuseum Berlin

Realisierung

Juni 2021 – Mai 2022




Weblinks

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